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Herren: DCadA vs. UHC 3:3 (2:2)

Final Four für Alster nach 3:3 gegen UHC in weiter Ferne  – Hockeyliga.de

13.05.2018 // In einem hochklassigen, phasenweise aber auch zerfahrenem Lokalderby trennten sich der Club an der Alster und der UHC Hamburg am Sonntag in der hockeyliga unentschieden 3:3 (2:2). Die Partie, die über 60 Minuten alles bot, was von einem Topspiel zu erwarten war, hatte dann auch keinen Sieger verdient. Während der UHC mit seinem Einsatz noch einmal belegte, auch ohne Chancen auf das Final Four für die Topteams ein ebenbürtiger Gegner zu sein, ist das Unentschieden für den Club an der Alster ein doppelter Punktverlust. Durch den gleichzeitigen HTHC-Sieg in Berlin ist der Abstand auf den letzten Halbfinalplatz zwei Spieltage vor Saisonende auf sechs Punkte angewachsen.

Rund 400 Zuschauer sahen ein Lokalderby, das neben vielen Toren zudem gerade im Schlussdrittel auch zahlreiche Karten bot. Beide Trainer werteten das 3:3 am Ende gänzlich unterschiedlich: „Das war ein sehr unstrukturiertes Spiel mit vielen Ballverlusten auf beiden Seiten“, befand Alsters Coach Fabian Rozwadowski. Sein Gegenüber Kais al Saadi sprach von „absoluter Werbung fürs Hockey“: „Das war ein wirklich rassiges und spektakuläres Derby mit vielen Ecken uns Kreisszenen und ordentlich Emotionen.“ Auf jeden Fall kamen die Zuschauer schnell auf ihre Kosten: Moritz Fürste brachte im Eckennachschuss die Gäste in Führung (6.), Jesper Kamlades Ausgleich wenige Minuten später wandelte Leopold Harms postwendend in eine erneute UHC-Führung um (11.). Nun egalisierten sich beide Teams lange Zeit, ehe Carl Alt quasi mit dem Schlusspfiff die nächste UHC-Strafecke zum 2:2-Pausenstand verwandelte.

Nach dem Seitenwechsel punkteten die Hausherren zuerst: Patrick Schmidt brachte nun erstmals Alster in Führung (42.). Auch defensiv stabilisierten sich die Gastgeber und ließen nun kaum Schusskreisszenen des UHC zu. In einer strittigen Situation fiel dann auch der erneute Ausgleich: Bis nach dem Schlusspfiff zweifelte der Club an der Alster an, ob Harms beim 3:3 der Fürste-Flanke in den Schusskreis noch die entscheidende Berührung gegeben hatte. Am Ende zählte das Tor, aber die Partie nahm nun emotional Fahrt auf: In der Folge zückten die Unparteiischen fünfmal Gelb, Alster spielte zum Schluss sogar doppelt in Unterzahl – nutzen konnte den neu gewonnen Platz auf dem Feld aber keine Mannschaft mehr, es blieb nach 60 Minuten beim 3:3.

Am Ende freute sich al Saadi dann auch über den Einsatz seiner Mannschaft und versprach, auch im Saisonfinale Vollgas zu geben: „Wir haben die Saison zwar abgehakt, aber ich bin sehr froh, dass die Truppe dieses Wochenende so glänzend gespielt hat.“ Deutlich unzufriedener war da natürlich Alsters Rozwadowski, für den der Final Four-Zug nun schon abgefahren sein könnte: „Nach dem 3:2 haben wir es nicht geschafft, Ordnung und Struktur ins Spiel zu bekommen. Das war vielleicht ein leistungsgerechtes 3:3, das aber keinen glücklich macht. Uns schon gar nicht.“

Club an der Alster - UHC Hamburg 3:3 (2:2)
Tore:
 
0:1 Moritz Fürste (6., KE)
1:1 Jesper Kamlade (10.) 
1:2 Leopold Harms (11.)
2:2 Carl-Moritz Alt (30., KE) 
3:2 Bernhard Schmidt (42.) 
3:3 Leopold Harms (47.)