UHC vs. DCadA 2:4 (0:3)

UHC-Damen bäumen sich zu spät gegen Niederlage – hockeyliga.de

17.10.2019 // Die Damen des UHC Hamburg haben das Donnerstagabend-Lokalderby gegen den Club an der Alster mit 2:4 (0:3) verloren. Ohne Nationalspielerin Janne Müller-Wieland lag das Team von Trainer Claas Henkel zwischenzeitlich sogar mit 0:4 zurück und kämpfte sich zu spät zurück in die Partie. Die Gäste siegten in der Summe verdient und schließen die Hinrunde mit 25 Punkten auf Platz zwei der Staffel A ab – fünf Punkte hinter Tabellenführer Mannheimer HC und einen vor Rot-Weiss Köln. Der UHC bleibt in Gruppe B nach Toren knapp vor Verfolger Düsseldorfer HC (beide auch 25).

„Die zweite Halbzeit war nicht das Problem, die erste umso mehr“, ärgerte sich UHC-Trainer Claas Henkel über einen schwachen Auftritt seines Teams im ersten Durchgang. „Nach der Pause haben wir das über weite Strecken sehr gut gemacht. Aber nach einer solchen ersten Halbzeit, nach der man verdient 0:3 zurückliegt, noch einmal zurückzukommen, ist schwer. Und dann fangen wir uns kurz vor Ende des dritten Viertels auch noch das unglückliche Ding zum 0:4. Um dann noch ergebnisrelevant zurückschlagen zu können, hätten wir früher das erste Tor machen müssen.“
Alster-Coach Jens George freute sich, dass seine Mannschaft diesmal auch offensiv wieder überzeugen konnte: „Das ist natürlich ein anderes Spiel als die Partien zuvor: Wir wussten, dass das ein Top-Gegner ist und es diesmal echt schwer wird. Der UHC spielt mehr mit, das schafft mehr Räume für uns. Das liegt uns mehr. Die Mädels haben heute sehr große Laufbereitschaft und sehr hohe Passqualität gezeigt. Natürlich kam uns auch entgegen, dass mit Janne [Müller-Wieland] die Top-Aufbauspielerin fehlte. So kam der UHC gegen unser Pressing nicht richtig an.“

Vor rund 250 Zuschauern begannen beide Mannschaften verhalten, UHCs Torfrau Noelle Rother war nach drei Minuten erstmals gegen Carlotta Sippel zur Stelle, dann traf Nina Notman (UHC) in aussichtsreicher Position die Kugel nicht richtig (8.). Im Verlauf des ersten Viertels erarbeiteten sich die Gäste immer mehr Spielanteile, ohne dabei anfangs aber zwingend zu sein. Auch nach der ersten Viertelpause fanden die UHC-Damen, die ihre Innenverteidigerin und Teamkapitänin Janne Müller-Wieland nach Überlastungserscheinungen auch mit Blick auf die bevorstehenden Länderspiele schonten, nicht zu ihrem Spiel. Symptomatisch brachte ein Siebenmeter nach Stockschlag Alster in Führung: Viktoria Huse verwandelte souverän vom Punkt (17.). Kurz darauf verhinderte Rother gegen Sippels halbhohen Schlenzer bei Alsters erster Ecke den zweiten Gegentreffer (19.). Aber mit der Führung im Rücken konnte Alster den UHC nun mehr kommen lassen und selber auf Konter lauern. Ein solcher landete bei Emily Wolbers im UHC-Schusskreis, die legte quer vors Tor, wo Felicia Wiedermann am langen Pfosten die Kugel im Rutschen über die Torlinie drückte. 2:0 nach 27 Minuten – und es kam für den UHC vor der Pause noch dicker: Mit dem nächsten Konter folgte Alsters zweite Kurze Ecke und obwohl Hanna Granitzki die Reingabe erst verstoppte, kam die Nationalstürmerin noch einmal zum Schuss und verwandelte Sekunden vor der Pause zum 3:0 für die Gäste.

Der UHC kamen zwar wesentlich offensiver aus der Kabine, störte nun früh, fand aber kein Mittel, die Alster-Damen zu stoppen. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff war die Kugel erneut im UHC-Kasten, die Unparteiischen gaben das Tor aber nicht, weil zuvor beim Freischlag am Kreis die Fünf-Meter-Regel nicht eingehalten worden war. In der 42. Minute kamen die Hausherrinnen zu ihrer ersten Ecke, diese wurde von der Alster-Verteidigung aber abgelaufen. Dann war auch Alsters Torhüterin Amy Gibson erstmals gefordert, hielt aber gegen Teresa Martin Pelegrina. Kaum waren die UHC-Damen präsenter, folgte der nächste Rückschlag: Emily Matthes brachte einen Freischlag direkt in den Kreis, wo Hannah Gablać unbedrängt die Kugel annehmen, Rother umspielen und zum 4:0 einschieben konnte (45.). Auf der anderen Seite kam abermals Notmann frei zum Abschluss, ihre Argentinische Rückhand war aber zu unplatziert und kein Problem für Alsters Gibson. Die Gastgeberinnen hatten nun wieder etwas mehr Oberwasser und konnten mit ihrer zweiten Strafecke erstmals Jubeln: Eileen Mävers verwandelte die Stechervariante zum 1:4 (52.). Zwei Minuten vor Ende landete ein langer Ball von Jana Teschke bei Marie Mävers im Schusskreis an der Grundlinie, die sich rausdrehte und den 2:4-Anschluss erzielte. Doch das Aufbäumen des UHC kam zu spät, am Ende fehlte die Zeit, zumal Sekunden vor Schluss zwei weitere Strafecken vergeben wurden.


UHC Hamburg – Club an der Alster 2:4 (0:3)





1:4 Eileen Mävers (52., KE)
2:4 Marie Mävers (58.)

0:1 Viktoria Huse (17., 7m)
0:2 Felicia Wiedermann (27.)
0:3 Hanna Granitzki (30., KE)
0:4 Hannah Gablać (45.)

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