Chiara´s Blog [2]: Quadratische Augen statt kunterbuntes Gewusel

Die Tür geht auf. Es wird laut. Alle Kinder kommen reingelaufen, freuen sich auf das Training. Quasseln durcheinander, bis das Training beginnt. Man sieht die Reaktionen in den Gesichtern, redet miteinander und zeigt ihnen an ihrem Schläger etwas Neues.

Bis das wieder soweit ist, dauert es leider noch … Die Hallenhockeysaison wurde komplett abgesagt und es findet schon seit 3 Monaten kein Training mehr statt. Das heißt fast dauerhaft Zuhause vor dem Bildschirm sitzen. Ob Online Athletiktraining, Kochen/Treffen mit Freunden oder Uni. Alles ist online. Irgendwie ist es sehr entspannt, theoretisch alles im Bett erledigen zu können, bis auf das Athletik Training natürlich.

Aktuell trainiere ich jew. einmal pro Woche online Athletik mit der U10, U12 und den Mädchen A/WJb. Das Trainingsprogramm dafür stimme ich Woche für Woche mit Barmak, dem Athletiktrainer aus dem Jugendbereich, ab.

Am Besten gefällt mir, dass wir in dieser Zeit dadurch noch Sport machen können.

Dies antworteten die meisten Kinder auf die Frage, was ihnen am online Athletiktraining gefällt. Allein diese Aussage stellt klar dar, wie sehr die Kinder unter der Situation leiden und so die Chance haben sich ein wenig auszupowern. Die Jungs und Mädels freuen sich alle riesig darauf, wenn sie den Hockeyschläger wieder schwingen dürfen.

Meine Nachbarn wissen immer Bescheid, wann ich trainiere, damit sie sich nicht beschweren

– erzählt Cici (U10) und springt weiter Springseil. Dies ist aktuell deren Lieblingsteil des online Trainings.

Der digitale Zirkus geht auch im Studium weiter

Wenigstens die Immatrikulation und das erste Kennenlernen fand noch im „echten Leben“ statt

Die Präsenzwochen meines Studiums finden selbstverständlich auch online statt. Die Bilder sind von dem ersten und einzigen Präsenztag, den ich seit meinem Studienbeginn hatte. Obwohl alles online stattfindet, funktionieren die Vorlesungen und Kommunikation sehr gut. Natürlich ist es aber nochmal etwas anderes mit den Kommilitonen vor Ort in Potsdam zu sein. Uns fehlt die gemeinsame Zeit um die Vorlesungen herum, als auch das Wohnen für eine Woche in einer zusammengewürfelten Airbnb WG. Wir machen jedoch das Beste daraus, indem wir zum Beispiel zusammen kochen.

Die digitale Küche, mal etwas ganz Neues

Ich finde es super beeindruckend, wie wir uns alle online kennengelernt haben und man jetzt teilweise täglich Kontakt hat sowie mit anderen Freunden. Anderseits ist es super komisch, wenn man darüber nachdenkt, dass man mit den meisten noch nie in echt gesprochen hat und sich über die Distanz Freundschaften entwickeln können.

Die Vorstellung, dass ab Februar Lockerungen kommen können und irgendwann das Training in den nächsten Monaten los gehen könnte und ich die „richtige“ Präsenzwoche haben werde, wirkt aktuell noch sehr unvorstellbar.

Wie ein Traum…!

Hoffentlich wird dieser „Traum“ möglichst zeitnah wahr werden, sodass wir gemeinsam auf dem Platz in der Sonne trainieren können. Doch bis dahin heißt es sich fit zu halten und das Beste aus der Situation machen. Bleibt gesund!

Bei Fragen oder Anregungen, sendet mir gerne eine Mail an helm@dcada.de. // Eure Chiara